Warum RAC?

Erweiterbarkeit Ausbaufähigkeit – Hochverfügbarkeit

Stellen Sie sich mal folgendes Unternehmen A vor.
Unternehmen A startete vor einigen Jahren sein Geschäft mit dem Verkauf eines einfachen Produktes.
Es hatte damals nur eine Hand voll Beschäftigter und einen kleinen Kundenstamm. Seine IT-Anforderungen waren relativ gering – eine Datenbank als ‚Single Instanz‘, um Kundendaten und Bestellungen zu speichern.

Das erste Jahr ging gut und das Unternehmen wuchs deutlich. Es verfügte jetzt über eine kleine Produktpalette, hatte 50 Mitarbeiter und einen Kundenstamm von 1000 Kunden. Das alte System, obwohl technisch noch nicht überholt, konnte den Anforderungen nicht mehr entsprechen. Zusätzlich wollte das Unternehmen seine Produkte im Internet anbieten und verkaufen. Aufgrund dieser neuen Anforderungen entschied die Geschäftsführung einen mittelgroßen Windows Server für die Datenbank und den WebServer zum Internetauftritt anzuschaffen.

Ein Jahre danach war das Unternehmen weiter gewachsen und der Server gelangte bereits wieder an seine Grenzen. Um die nun wesentlich größere Anzahl von Web- und Anwendungs-Servern und die verschiedensten Datenbanken aus Personal-Management, ERP, CRM und Produkt-Datenbank effizient verwalten zu können, wurde dem IT-Direktor vom damaligen Lieferanten ein Angebot im siebenstelligen Bereich gemacht.
Die vier Anwendungen + WebServer-Datenbank wurden zu dieser Zeit auf einer Single-Instanz mit Oracle Standard Edition auf einer 4-Prozessor-Maschine betrieben. Der Speicherplatz war lokal im Server vorhanden.

Der IT-Direktor besann sich und überlegte: “Gibt es nicht eine Server-Architektur, die das zukünftige Wachsen des Unternehmens berücksichtigt? Eine Struktur, die in der Lage ist mit dem Unternehmen zu wachsen, anstatt bestehende Maschinen und Software teuer ersetzen zu müssen?“

Der IT-Direktor sah sich mit dem klassischen Problem der „Ausbaufähigkeit“ seiner IT-Umgebung konfrontiert. Auf den Punkt gebracht: “Wie lässt sich meine bestehende IT-Landschaft kostengünstig ausbauen und erweitern, um die wachsenden Anforderungen an mehr Platz, Geschwindigkeit und Verfügbarkeit erfüllen zu können?“

Nun, unser IT-Direktor hätte weitermachen können wie bisher und sich teure Hardware anschaffen, um jede seiner Anwendung auf eigens abgestellten Maschinen zu betreiben.
Auf diese Weise würden aber die 2 Prozessoren (mit jeweils 8 Cores), welche ihm pro Maschine zur Verfügung stehen, nicht optimal ausgelastet werden. Die Maschinen würden isoliert voneinander sein und jeweils einen Single-point-of-Failure darstellen.

Er erinnert sich daher an das Konzept des Real Application Clusters, d as bereits in der Oracle Standard Edition als verfügbares Feature enthalten ist.
Unser IT-Direktor durchspielt verschiedene Szenarien und stellt fest, dass die vier Datenbanken seiner Anwendungen + WebServer in einem 2×2 RAC störungsfrei nebeneinander betrieben werden können (siehe Diagramm). Mit der sich im Besitz des Unternehmens befindlichen Oracle Standard Edition Lizenz und einer zusätzlichen 2-Prozessor- Maschine lässt sich ein RAC sofort realisieren.
„Sollte eine der Anwendungen in Zukunft erhöhte Anforderungen stellen, kann diese auf günstige Hardware mit einer zusätzlichen Oracle Standard Edition Lizenz um ein weiteres RAC ausgebaut werden. Meine Infrastruktur baut somit auf Bestehendem auf und wächst zusammen. Darüber hinaus bietet mir das RAC Konzept mehr Flexibilität, um auf zukünftige Anforderungen bezüglich Lastverteilung und LoadBalancing reagieren zu können. Mehr Flexibilität als es eine monolithische Maschine mit einer Enterprise Edition Lizenz für die Gesamtzahl der Prozessoren bieten kann.“, folgert unser IT-Direktor. „Ganz abgesehen davon“, sagt er sich „wird mein Patch-Management nun wesentlich übersichtlicher und kann ohne jegliche Down-Time ausgeführt werden“.

Der Speicherplatz wird vom heutigen System entkoppelt und als gespiegelte SAN den RAC-Umgebungen zur Verfügung gestellt.
Somit hat unser IT-Direktor das Problem des Single-Point-of-Failure gelöst. Schließlich war nicht nur die gewonnene Hochverfügbarkeit der wichtigsten Anwendungen des Unternehmens aufgrund der RAC Architektur der Grund für die Geschäftsführung das Projekt zu genehmigen. Sie erkannte auch, dass durch das RAC Konzept ein zusammenhängendes System geschaffen wird, welches in der Summe mehr bietet als es seine Einzelteile, also stand-alone Maschinen je können.

 

 

 

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